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    Lehrstuhl für Informatik III

    Crowdsourcing für das beste 5G Netz

    10/08/2019

    Crowdsourcing und das Messen der Qualität der Netze findet aktuell internationale Beachtung in Fachkreisen. Aus diesem Grund veranstaltete der LS3 ein Seminar, um mit Experten der Industrie und Wissenschaft darüber zu diskutieren.

    Vom 26.-27. Sept 2019 fand ein internationales Seminar zum Thema Crowdsourcing der Qualität in Netzen in Würzburg statt. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Hoßfeld (Universität Würzburg) und Stefan Wunderer (Nokia) organisiert. Das Thema Crowdsourcing und das Messen der Qualität der Netze, gerade auch hinsichtlich der Zufriedenheit von (mobilen) Nutzern, findet aktuell internationale Beachtung in Fachkreisen.

    Während des Seminars arbeiteten eingeladene Experten der Industrie und Wissenschaft intensiv zwei Tage im Ideenlabor des ZDI, dem Zentrum für Digitale Informationen Mainfranken, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität. Das Ideenlabor bietet einen wunderbaren Rahmen für Kreativität und Freiraum zur Diskussion.

    Die Seminarteilnehmer sind Experten auf unterschiedlichen Gebieten: Crowdsourcing, Mobilfunknetze, Messungen in Kommunikationsnetzen, Dienstqualität von Netzen und wahrgenommene Qualität der Nutzer. Eines der Ziele des Seminars war den Grundstein für weitere Forschungsarbeiten in diesem Bereich zu legen. Dazu legten die Teilnehmer zunächst die Struktur eines geplanten Grundlagenpapiers fest. Anschließend erörterten sie die Kapitel in Einzelgruppen nach eingehender Diskussion. Dabei erwies sich das Ideenlabor des ZDI als sehr förderlich. Die endgültige Fassung der Abhandlung wird wesentlich dabei helfen, die Qualität der neuen 5G Netze aus Endnutzersicht zu beurteilen. Dies ist sowohl für die Industrie als auch für alle zukünftigen 5G Anwendungen entscheidend.

    Prof. Hossfeld führte aus: "5G Netze werden völlig neue Anwendungen für Endkunden, aber auch für die Industrie bieten. Mit unserer Arbeit gehen wir einen entscheidenden Schritt, um diese neuen Netze aus Endkundensicht beurteilen zu können. Schließlich ist es zum Beispiel für die Diensteanbieter wichtig, in welchen Regionen hochperformante Dienste - wie z.B. Cloud-Gaming - mit guter Qualität durchgeführt wird."

    Stefan Wunderer ergänzte: "Wir von Nokia sind über die Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg sehr froh. Dadurch tauschen wir die noch frischen Erkenntnisse auf dem neuen Gebiet des Crowdsourcings zum Erfassen der Qualität in Netzen frühzeitig aus und wir bilden eine ertragreiche Brücke zwischen Industrie und Wissenschaft."

    Im Seminar wurde außerdem geplant, die Ergebnisse der Arbeit zum Messen der Ausbaustufe von 5G Netzen zu nutzen. Damit können zum Beispiel Regierungsbehörden die Bevölkerung zuverlässig darüber informieren, wo neue Dienste bereits funktionieren und ob die Versorgungsbedingungen eingehalten werden.

    "Wir freuen uns über das Crowdsourcing-Seminar im Tower des ZDI", meinte Christian Andersen, Leiter des Ideenlabors. "Diese interaktiven Seminare im Workshopstil hochrangiger Experten ist genau das Format, das wir mit unseren digitalen Gründerzentren in Kooperation mit der Universität Würzburg fördern wollen." Auch die Teilnehmer äußerten sich sehr positiv über die Veranstaltung. Eine Follow-Up Veranstaltung im nächsten Jahr ist bereits geplant.

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